Ballon Hersteller und ihre Tätigkeit
Wissenswertes zu Ballonherstellern
Ballon Hersteller fertigen, wie dies der Name schon sagt, Ballone, seien es Fesselballone, Heißluftballone, Gasballone oder eine
andere Art. Der Ballon mag zwar von seiner Funktionsweise her genauso sein wie die ersten Modelle, allerdings hat sich die Technik und Qualität der Materialien seitdem stetig verändert. Dafür waren mitunter wagemutige Experimente nötig.
So versuchten findige Ballonhersteller die Landung unter Einsatz eines Ankers, der aus dem Korb geworfen wurde, sich im Boden verhakte und so als Bremse dienen sollte. Allerdings haben Versuche schnell gezeigt, dass der Anker eine fatale Wirkung hat: Die horizontale Bewegung des Ballon wird zu einer vertikalen, das bedeutet, der Ballon, der gerade noch mit 40 Stundenkilometern über den Boden fuhr, krach mit ebensolcher Geschwindigkeit herunter.
Moderne Ballonhersteller und ihre Innovationen
Moderne Ballonhersteller sind von solchen Experimenten weit entfernt und schaffen es dennoch, innovative Neuerungen zu
etablieren. So haben sie beispielsweise Geräte entwickelt, die die Temperatur unter der Kappe des Ballons messen und dem Piloten im Korb anzeigen. Nach und nach ersetzen die Gradmesser eine eher ungenaue Methode: ein Stück Blei wird an einem Sicherheitsfaden unter der Kappe befestigt. Steigt die Temperaturen in unerwünschte Höhen, schmilzt der Faden und das Bleigewicht plumpst in den Korb – oder auch auf den Kopf des Piloten.
Die Ballonhersteller haben sich meist auf eine Sparte spezialisiert und
stellen entweder bevorzugt Freizeit- oder Wettkampfballone her. Diese Wettkampfballone, wie sie beispielsweise von „Cameron Balloons“ konzipiert werden, sind weitaus kleiner, schlanker und agiler als Freizeitballone – allerdings auch wesentlich schwieriger zu fahren. Zu den größten Herstellern für Freizeitballone gehört „Schroeder fire balloons“.
Weitere beliebte Hersteller sind etwa „Aerostar“ oder „Thunder & Colt“. Ihnen allen ist gemein, dass die farbliche Gestaltung der Ballone, Werbeaufdrucke oder auch spezielle Formen, so genannte Special Shapes, kaum Wünsche offen lassen.
Die Fertigung eines Ballons durch Ballon-Hersteller
Die von einem Ballon-Hersteller gefertigte Hülle eines
Heißluftballons besteht aus einem speziell beschichteten, strapazierfähigen Nylongewebe, dass mindestens 500 bis 600 Starts aushält. Sie ist aus mehreren Längsbahnen zusammengesetzt, die durch vertikale Nähte und Lastbänder miteinander verbunden sind. Die Bahnen bestehen wiederum aus einzelnen Stofffeldern, die horizontal vernäht werden.
Am obersten Punkt, der Kappe, befindet sich
meist ein Entleerungssystem oder ein Regulierventil, mit dem heiße Luft abgelassen werden kann. Die vertikalen Lastbänder laufen hier im so genannten „Kronenring“ zusammen. Die Feueröffnung wird durch eine Flammenschürze geschützt. Die gebräuchlichste Technik zum Ablassen der heißen Luft ist der Parachute.
Er besteht aus einer kreisförmigen Öffnung im Top der Hülle sowie einem etwas größeren Stoffstück in Form eines
Fallschirms auf der Innenseite. Das Stoffstück wird durch den Innendruck in der Hülle automatisch unter die Öffnung gepresst und schließt diese luftdicht ab. Zieht der Pilot an der Parachuteleine, wird der Parachute an seinem Rand gleichmäßig gezogen. Dieser gibt einen Spalt der Öffnung frei und heiße Luft kann entweichen.
Der Ballonkorb wird seit jeher aus Peddingrohr und Weide geflochten. Viele andere Materialien wurden bereits getestet, aber keines hat sich bislang als vergleichbar widerstandsfähig und elastisch zugleich erwiesen. Beides ist bei Landung aber gefordert.
Der Korb wird mit vier oder mehr Gasflaschen bestückt, je nach Temperatur, Beladung und geplanter Fahrtdauer. Außer dem Pilot
und den Passagiere muss die Ausrüstung hier untergebracht werden, beispielsweise Flugfunkgerät, Höhenmesser, Feuerlöscher, Karten und Papiere. Moderne Heißluftballone, wie sie von einem Ballon Hersteller gefertigt werden, sind meistens mit einem Doppel- oder Mehrfachbrenner ausgerüstet, die als unabhängige Systeme auch bei einem Ausfall eines Brenners weiterhin ausreichen.
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