Am Ballon Landeplatz endet jede Ballonfahrt
Abschied von einer wunderschönen Fahrt
Notgedrungen endet am Ballon Landeplatz jede Ballonfahrt und dort heißt es Abschied zu nehmen von einer wunderschönen Fahrt. Ballonfahren ist ein Freizeitsport, der immer mehr
Anhänger findet. Bei der Ballonfahrt bietet sich den Passagieren ein beeindruckender Panoramablick über die Landschaft, die sich in einer ruhigen, lärmfreien Atmosphäre präsentiert.
Für die Ballonfahrer ist es herrlich durch die Lüfte zu schweben, fernab von der Hektik und dem Lärm auf der Erde. Ballonfahrten können während des ganzen Jahres durchgeführt werden, vorausgesetzt, es ist schönes Wetter. Jede Jahreszeit bietet den Passagieren ihren besonderen Reiz. Im Sommer finden die Ballonfahrten abends zwei bis drei Stunden vor Sonnenuntergang statt, da die Thermik hierbei eine Rolle spielt. Ohne Thermik wäre ein Ballon überhaupt nicht steuerbar.
Der Ballon Landeplatz als Ziel der Reise
Der Wind bestimmt die Geschwindigkeit der Ballonfahrt und somit auch den Ballon
Landeplatz als das Ziel der Reise. Der Ballonpilot kann zwar versuchen, einen bestimmten Landeplatz anzusteuern, doch ist dies immer von der Windrichtung abhängig.
Dadurch ist der Heißluftballon nicht steuerbar. Einen direkten Landeplatz kann man vor dem Start nicht bestimmen. Erst während der Ballonfahrt kristallisiert sich das Gebiet der Landung heraus. 
Auf die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit kann Einfluss genommen werden, indem in unterschiedlichen Höhen die Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten ausgenutzt werden. Dem gewünschten Ziel kommt man durch gezieltes Fallen oder Steigen mit dem Heißluftballon jedoch ein ganzes Stück näher. Erst in der Endphase wird der Ballon-Landeplatz durch den Piloten bestimmt.
Ein Ballon-Landeplatz sieht anders aus als ein Flugplatz
Einen echten Ballon-Landeplatz, wie man sie beispielsweise beim
Flugplatz von Flugzeugen her kennt, gibt es naturgemäß nicht. Meistens erfolgt die Ballon-Landung in Wiesen oder in Äckern. Teilweise erlebt man auch, dass ein Heißluftballon recht tief über die Ortschaften gleitet und immer tiefer sinkt.
Die Ursache hierfür ist recht einfach: Der Pilot sucht einen Ballon-Landeplatz aus und sinkt dadurch immer weiter. Damit die Sinkgeschwindigkeit nicht zu groß wird, muss er immer wieder den Brenner betätigen. Liegt der ausgewählte Landeplatz außerhalb eines Ortes, schwebt der Heißluftballon tief über die Häuser, um den Landeplatz auch treffen zu können.
Das Ballonfahrt-Unternehmen verfolgt die Ballonfahrt mit
einem Verfolgerfahrzeug, das den Ballon und die Passagiere wieder an den Ausgangspunkt zurück befördert. Der Ballon und das Verfolgerfahrzeug sind auch über Funk miteinander verbunden. Die Ballonfahrt dauert in der Regel zwischen einer und eineinhalb Stunden, in denen der Ballon leise durch die Lüfte schwebt. Die Fahrhöhe liegt zwischen einhundertfünfzig und dreihundert Metern.
Eignet sich jeder Ort als Ballon Landeplatz?
Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere, ob ein Ballon überall landen darf und ob sich jeder Ort als Ballon Landeplatz eignet. Die Antwort lautet: Ja,
denn für Heißluftballons gibt es eine so genannten „Außenlandeerlaubnis“. Diese Erlaubnis gibt dem Ballon und seinem Piloten das Recht, ohne vorherige Erlaubnis auf einem Grundstück zu landen. Trotzdem muss der Pilot darauf achten, dass er auf dem Ballon-Landeplatz keine Sachschäden verursacht und auch dass die Passagiere darauf achten.
Die Landung wird dann mit der Ballonfahrertaufe abgeschlossen. Die Taufe ist eine alte Tradition, bei der die weiblichen Passagiere zu Gräfinnen und die männlichen Passagiere zu Baronen der Lüfte ernannt werden. Bei der Taufe wird eine Strähne des Kopfhaares mit Feuer angezündet und mit Sekt gelöscht. Der neue Adelige gelobt, nie wieder mit dem Ballon zu fliegen und niemals seinen neuen Adelsnamen zu vergessen. Danach erhält jeder Passagier seine Taufurkunde, die ihm an das traumhafte Erlebnis der Ballonfahrt erinnert.
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