Das Ballon Wetter – Was ist wichtig?
Einige nützliche Hinweise und prinzipielles zu Ballonfahrten und Wetter
Weil der Ballon zu den wetterfühligsten Luftgefährten gehört, ist es außerordentlich wichtig, dass sich der Pilot vor dem Start
genau über die herrschenden Bedingungen informiert. Dafür reicht bei Regen, Wind oder Schnee der Blick in die Tageszeitung. Dann kann der Ballon nämlich überhaupt nicht starten.
Ist das Wetter allerdings gut, es gibt keinen Niederschlag und der Wind ist am Boden nicht schneller als 8 Knoten, das sind etwa 15 Stundenkilometer, lohnt es sich für den Ballonfahrer, sich genauer über das Wetter zu informieren. Allerdings sind Starts wegen der Thermik, die als Aufwind den Ballon stört, nicht immer möglich.
In den kühleren Monaten, etwa von September bis März, kann ganztags gestartet werden. In den warmen Monaten versucht der Ballonfahrer die Thermikwinde zu umgehen, indem er zwei bis drei Stunden nach Sonnenaufgang oder
vor Sonnenuntergang mit dem Ballon in die Luft geht. Zu diesen Zeiten ist die direkte Sonneneinstrahlung schwach und die Lufttemperatur ausgeglichen.
Thermik entsteht, wenn sich unterschiedliche Flächen verschieden stark erwärmen. Dadurch bilden sich Warmluftblasen, die schließlich mit großer Geschwindigkeit aufsteigen und den Ballon mit in die Höhe reißen würden. Fallwinde zwingen ihn einen Moment später unsanft zu Boden und horizontale Böen deformieren die Hülle, die dadurch zusätzlich an Auftrieb verliert.
Ballon und Windgeschwindigkeit
Wichtig ist bei einem Ballon zu wissen, in welcher Höhe welche Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen herrschen. Daraus kann man errechnen, wohin die Fahrt vermutlich gehen wird. Ein beliebtes Hilfsmittel ist der amerikanische Wetterdienst, die National Oceanic and Atmospheric Administration, abgekürzt mit NOAA. Deren Internetseite bietet online die Möglichkeit, nach Angaben von Zeit, Ort und Höhen errechnen zu lassen, wohin die Reise gehen wird.
Der große Vorteil ist nicht nur, dass dieser Service weltumspannend angeboten wird, sondern dass er zudem kostenlose Information
bietet. Andere Möglichkeiten, sich über das Flugwetter zu informieren sind der Deutsche Wetterdienst und die zentralen Luftfahrtberatungsstellen und Flugwetterwarten sowie Self-Briefing-Dienste über Fax, Telefon und Internet. Ein gutes Briefing vor dem Start ist auch allein deshalb wichtig, damit der große Aufwand, einen Ballon aufzubauen und unverrichteter Dinge wieder einzupacken, eingespart werden kann.
Ballonfahren und der Wind
Einer der wichtigsten Faktoren für den Ballonfahrer ist der Wind. In der Luft sind Windgeschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern kein großes Problem, allerdings sind beim Start schon 15 km/h schwer zu bewältigen. Die rund 800 Quadratmeter große Hülle eines Heißluftballons bietet mit seinem etwa 3000 Kubikmeter großen Fassungsvermögen dem Wind so viel Angriffsfläche, dass der Ballon bei hohen Windgeschwindigkeiten nicht zu bändigen ist.
Auch die Temperaturen in den Luftschichten spielen eine große Rolle. Sie entscheiden darüber, wie viel geheizt werden muss und wie lange ein Ballon in der Luft bleiben kann. Im Winter sind Fahrten von bis zu
sechs Stunden möglich. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass weniger geheizt werden muss. Benötigt ein Ballon an seiner Spitze ansonsten Temperaturen zwischen 80 und 90 Grad – im Durchschnitt – reichen im Winter bei sehr kaltem Frost 40 bis 50 Grad aus, um den Ballon in der Luft zu halten. Moderne Ballone haben einen Gradfühler unter den Kappe, der dem Piloten genaue Auskunft darüber gibt, wie warm die Luft an der Spitze des Ballons ist.
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