Die erstaunliche Vielfalt an Ballon Typen und deren Entwicklung
Heißluftballone, Gasballone, Superpressure-Ballone, Special Shape-Ballone und Roziere-Ballone
Die bemerkenswerte Vielfalt unterschiedlicher Ballon Typen ist Ergebnis der unterschiedlichen Ansätze bei der Entwicklung von Ballonen. Obwohl die meisten Arten Ballone sich ziemlich ählich sehen, unterscheiden sich die verschiedenen Techniken, um durch die Luft zu fahren, doch meist sehr. Es gibt Unterschiede in der Bauweise, den Materialien und der Befüllung des Ballons, wodurch das Fahrverhalten des jeweiligen Ballons sich ebenfalls ändert.
Es gibt Roziere-Ballone, Superpressure-Ballone, Special Shape-Ballone, Gasballone und Heißluftballone. Letzterer ist wohl der bekannteste Ballontyp, da man ihn am häufigsten am Himmel sieht und auch die meisten Anbieter für Ballonfahrten ihre Passagiere in einem Heißluftballon transportieren.
Heißluftballone und ihre Geschichte
Das erste Fluggerät in Ballonform, das Menschen transportieren konnte war der Heißluftballon. Auch heute noch ist er in der Touristenbranche viel im Einsatz, um von weit oben einen tollen Überblick über diverse Landschaften zu bekommen.
Die Technik des Heißluftballons hat sich von seiner Erfindung bis heute nur unwesentlich geändert.
So heizte man die Luft früher mit einem Strohfeuer und heute mit einer Gasflamme auf und das Material der Hülle wurde aus Gründen der Feuergefährlichkeit angepasst. Sonst ist das Prinzip gleichgeblieben. Der Brenner erzeugt heiße Luft, die aufsteigt und den Ballon füllt. Dieser steigt dann auf. Über ein Ventil kann der Ballonfahrer Luft entweichen lassen, um den Ballon sinken zu lassen.
Roziere-Ballone und deren Vorzüge
Roziere-Ballone verdanken diesen ungewöhnlichen Namen ihrem Erfinder Pilâtre de Rozier, der bei den ersten Versuchen mit Menschen in Heißluftballonen mitfuhr und seit diesem Zeitpunkt nach einer Möglichkeit suchte,
die Vorteile von Gasballonen und Heißluftballonen zu verbinden. Mit dem Roziere-Ballon galang ihm diese Mischung sehr gut, so dass sie auch heute noch für weitere Fahrten, wie zum Beispiel Rekordfahrten, oder Weltumrundungen genutzt wird.
Das verwendete Gas, welches in einem Roziere-Ballon Verwendung findet, ist Helium. Am Tag erwärmt die Sonneneinstrahlung das Gas im Balloninneren. Das Helium dehnt sich aus und die Tragkraft wird erhöht. Bricht die Nacht an und werden die Temperaturen dadurch kühler sorgt ein Brenner, wie bei einem Heißluftballon, dafür, dass der Ballon seine Höhe halten kann. So ist es weder nötig Ballast abzuwerfen, noch Gaß abzulassen, um den Druck auszugleichen.
Superpressure-Ballone als Überdruckballone für wissenschaftliche Zwecke
Superpressure-Ballone sind Überdruckballone, welche viel zu wissenschaftlichen Experimenten benutzt werden. Sie haben keine Öffnungen und sind immer mit dem gleichen Volumen befüllt. Die Hülle des Ballons besteht aus einem festen Material, das auch unter hohem Druck weder nachgibt
noch zerplatzt. Sie ist speziell beschichtet, um extreme Veränderungen des Drucks durch Sonne zu verhindern.
Aufgrund dieser Eigenschaften halten Superpressure-Ballone eine ziemlich konstante Höhe, in der der Ballon Innendruck gleich ist, oder leicht über dem Umgebungsdruck außerhalb der Hülle liegt. Somit kann der Ballon je nach Beschaffenheit der Hülle Tage, Wochen, Monate, oder theoretisch sogar Jahre in der Luft bleiben.
Der Special Shape-Ballon als Sonderform
Ein weiterer Ballontyp ist der Special-Shape Ballon. Übersetzt bedeutet das „spezielle Figur“ und sagt eigentlich schon aus worum es bei dieser Sonderform geht. Es handelt sich hierbei
nicht um die Ballone mit der gewöhnlichen Birnenform, sondern beliebige andere. Sie werden meistens zu Werbezwecken eingesetzt, in dem zum Beispiel das Firmenlogo, oder Maskottchen als Ballon in die Luft geschickt wird.
Dabei gilt der Grundsatz: Alles ist Möglich! Doch der Fahrkomfort lässt bei diesen fantasievollen Luftfahrzeugen stark zu wünschen übrig, da sich an den vielen Rundungen, Ecken und Kanten der Figur Luftverwirbelungen bilden, die das Lenken einer solchen Himmelskreatur zum Abenteuer machen. Das tragende Volumen dieser Ballone ist wesentlich geringer, als das von normalen Heißluftballonen. Der Großteil der warmen Luft wird verwendet, um alle Teile der Figur stabil und in Form zu halten.
Der Gasballon und seine Verwendung
Der Gasballon wurde früher gebaut, indem man über eine Gasblase ein Netz legte und unten am Korb befestigte. Das Gas selbst brachte hier den nötigen Auftrieb. Je höher die Dichte desto schneller stieg der Ballon. Es war nötig über Seile ein Ventil zu öffnen, um bei Sonneneinstrahlung Druck
aus dem Ballon entweichen zu lassen und der Aufbau dauerte ziemlich lange. So wurde diese Bauart bald von der ohne Netz verdrängt.
Durch die neu entwickelte Technik des Druckausgleichs, so wie sie auch in der Art beim Heißluftballon Verwendung findet, ist es nicht mehr nötig ein Ventil einzubauen und auch das Gewicht des Ballastes, der mitgenommen werden muss wurde halbiert. Die Funktion des Gases bleibt aber nach wie vor die gleiche und nur durch sie ist eine Ballonfahrt möglich.
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